Kuli Infos
Es war der schönste Sommer seit Jahrzehnten:
Die mörderischen Zecken wurden von stolzgeschwellten Flüssen ins Meer
gespült. Aus dem Ozonloch schien nicht eine verseuchte Sonne, sondern es
fiel daraus ein stimulierender Regen.
Als Dank brachten Gummistiefelschnitzer und Regenschirrmmacher dem Wassergott
täglich eine Wassersuppe als Opfer. Ihre, tränenfeuchten Augen benetzten
sie zusätzlich mit Krokodilstränen.
Das Wetter stimulierte alle. Sogar einige Regierungsmitglieder wurden zu bahnbrechenden
Vorschlägen angeregt.
Die Unterrichtsministerin will nun in der Schule das Pflichtfach "Fortpflanzung
pur" für Schüler ab 14 einführen. Dadurch könne der
Fortbestand der Österreicher gesichert werden.
Jubel bei den Schülern. Betretenes Schweigen bei den Lehrern, die sich
schon durch die modische Bauchnabelfreiheit bei Schülerinnen sexuell missbraucht
fühlten. Aber es kam noch ausgefuchster.
Unser bildhübscher Finanzminister schlug die Feiertage zu streichen, die
auf einen Donnerstag fallen.
Kein Fronleichnam, keine Christi Himmelfahrt mehr. Mit der Zeitverschwendung
will er nichts mehr am Hut haben.
Ostern und Weihnachten wird nicht gestrichen, wenn die Leute wieder mehr kaufen.
Das kam dem umtriebigen Bundeskanzler gerade recht. Geschwind hatte er einen
Vorschlag parat. Die Pensionen sollen harmonisiert werden:
Ab sofort bekommen alle viel weniger. Somit eine wunderschöne Eintracht
geschaffen. Wer nicht auskommt mit seiner Pension, der darf um ein paar Euro
mehr bis 68 arbeiten,
Für ganz Strebsame hat er sich ein Zuckerl ausgedacht; der Herr Bundeskanzler.
Wer mit 95 von der Arbeit weg in die ewige Kiste hupft, bekommt ein Ehrengrab
am Friedhof der Fleißigen.
Bei soviel Kreativität konnte sich der Wirtschaftsminister auch nicht lumpen
lassen. Er werde die Arbeitszeit verlängern lassen:
Rund um die Uhr solle gearbeitet, der Urlaub gestrichen werden, und weil seiner
Meinung nach bei Pensionierungen aus Krankheitsgründen nur tachiniert wird,
darf nur mehr pensioniert werden, wenn zumindest der Kopf fehle. oder der Arzt
den Tod festgestellt hat. Bei soviel Einfallsreichtum der Politiker könnte
einem glatt der Ausspruch entwischen: Gott schütze Österreich. Aber
der mag uns seit dem Sündenfall in St. Pölten auch nicht mehr.
Einen harmonischen Herbst bei Sturm, Wein und Most wünscht
Kulimu